Saisonrückblick 2017/18

Wie erwartet war es für den FC Daxl Andorf eine schwere Saison und letztlich muss man, auch aufgrund vieler unverschuldeter Widrigkeiten, wie unglaublich vieler Verletzungen von Leistungsträgern,  nach einem Jahr wieder den Rückweg in die Landesliga West beschreiten.


Rückblick 17_18.jpg-FC DAXL Andorf

Hier findet ihr den Rückblick auf die Herbstsaison!

In der Winterpause musste der FC Andorf mit dem Weggang von Meister-Coach Bernhard Straif, der als Co-Trainer zum Erstligisten Blau-Weiss Linz wechselte, einen herben Verlust hinnehmen. Nach einer schwierigen Trainersuche konnte man  mit Edi Kirschner einen erfahrenen Mann zum Comeback in Andorf überreden. Nach einer harten Vorbereitung ging der FCA trotzdem zuversichtlich in die Frühjahrsaison. Mit den Neuverpflichtungen von Eralb Vasi Sinani (Sturm Hauzenberg/D),  Ivan Peric (SK Altheim/LLW) sowie Tormann Ditmar Shehri (Albanien) wollte man das Unmögliche versuchen und den drohenden Abstieg verhindern.

Leider verpatzte man aber wieder den Auftakt und musste sich in den Auswärtsspielen beim SV Gmunden (1:3) und Edelweiss Linz (1:4) klar geschlagen geben. Im folgenden Heimspiel kam es schon zum ersten sogenannten 6-Punkte-Duell gegen Grün-Weiss Micheldorf, wo man sich bei Tormann Manuel Oberauer für einen gehaltenen Foulelfer bedanken darf und am Ende mit dem torlosen Remis zufrieden sein musste. In der 19.Runde gastierte man beim Ligakrösus ASKÖ Oedt, wo man trotz einiger Ausfälle eine tadellose Leistung ablieferte, beim 0:4 aber keine Chance hatte.

Im Heimspiel gegen einen, vor allem anfangs haushoch überlegenen SV Grieskirchen holte man nach einer deutlichen Steigerung ein gerechtes 1:1-Unentschieden. Es folgte ein erstes Lebenszeichen, weil man beim Mitaufsteiger ASK St. Valentin hochverdient mit 2:0 den ersten Frühjahrssieg einfahren konnte und somit auch das zweite direkte Duell für sich entscheiden konnte. Dann gastierte mit WSC Hertha der nächste Aufstiegs- und Titelkandidat im Pramtalstadion, wobei Andorf eine gute Vorstellung bot, die durchaus vorhandenen Chancen gegen effizientere Gäste aber nicht nutzen konnte und am Ende mit 0:2 unterlag. Auch beim folgenden Auswärtsspiel in Wallern war der FCA gegen den haushohen Favoriten über weite Strecken mehr als ebenbürtig, man vergab aber alle Möglichkeiten und musste sich wieder 0:2 geschlagen geben.

Im so wichtigen Innviertler Derby gegen die Jungen Wikinger Ried reichte es gegen die starke zweite Garnitur der SV Ried am Ende wieder nur zu einem 1:1-Remis, wobei man durchaus auch Chancen auf einen Heimsieg hatte. Dann schöpfte der FC Andorf mit einem überzeugenden 4:1-Sieg bei Donau Linz nochmals Hoffnung und bot in Kleinmünchen die mit Abstand beste Auswärtspartie seit langer Zeit. Es folgte ein etwas glückliches aber tapfer erkämpftes 2:2 in Weisskirchen und so ging man zuversichtlich in das dritte aufeinander folgende Auswärtsspiel bei der Union Perg. Leider konnte man sich trotz früher 1:0-Führung auch aufgrund schwerer Defensivfehler im Mühlviertel nicht durchsetzen und schlitterte in eine bittere 1:3-Niederlage, womit wohl auch schon die Vorentscheidung im Abstiegskampf gefallen war.

In der 28.Runde gastierte dann der SV Bad Ischl in Andorf und der FCA bot trotz vieler Ausfälle eine tadellose Leistung, zeigte tollen Einsatz und konnte sich am Ende zur Freude des Andorfer Publikums hochverdient mit 3:2 durchsetzen. Im letzten Auswärtsspiel ging es zum ASV St.Marienkirchen/Polsenz, der noch die Chance auf den Klassenerhalt hatte und unbedingt einen Heimsieg brauchte. Weil auch noch Kapitän Mario Illibauer und somit fast die ganze Offensive ersetzt werden musste, konnte der FCA zwar lange mithalten, ging zwischenzeitlich sogar mit 2:1 in Führung, am Ende musste man sich aber knapp mit 2:3 geschlagen geben. 

Zum Saisonfinale kam noch der Regionalliga-Aufsteiger FC Wels ins heimische Pramtalstadion - also ein deutlich höher eingeschätzter Gegner, der natürlich als klarer Favorit in das letzte OÖ Liga-Spiel ging. ​Der FCA bot wohl das beste Heimspiel der Saison, zeigte tollen Angriffsfussball gepaart mit herrlichen Toren, musste aber trotz einer sehenswerten Leistung eine bittere 4:5-Niederlage einstecken. Am Ende gaben zu viele vergebene Chancen und zumindest drei billige Gegentore den Ausschlag zugunsten der Gäste aus Wels. Mit Kapitän Mario Illibauer und "Bude" Stephan Schustereder verabschiedeten sich zwei Andorfer Urgesteine, die beide über 20 Jahre zum rot-weißen Inventar gehörten und denen man für tolle Leistungen & Einsatz für den FC Andorf auf und neben dem Platz aufrichtig danken muss.

Als Fazit dieser OÖ Liga-Saison kann man wohl berechtigt ziehen, dass der FC Andorf sich das Leben aufgrund zu vieler unnötiger Eigenfehler selbst schwer gemacht, auch häufig die Konsequenz und vor allem Effizienz in der Offensive gefehlt hat. Doch ebenso schwer wogen die vielen, teils wochenlangen Ausfälle von Stammkräften, die ein Kader, wie der des FCA in so einer Liga natürlich nicht verkraften kann. Die Mannschaft samt Betreuerteam hat aber immer wieder versucht, ihr zweifellos vorhandenes Potential auszuschöpfen, am Ende hat es leider nicht für den Klassenerhalt gereicht.

Am Ende gilt es vor allem, sich beim so treuen und immer erfreulich zahlreichen Andorfer Publikum zu bedanken! Sicher ist der stets große Zuschauerandrang auch ein gewichtiges Zeichen, dass der Einsatz der Mannschaft von den Fans honoriert wurde. Jetzt gilt es, sich im Sommer zu sammeln, neu aufzustellen und mit Schwung und Elan in die neue Saison zu starten. Vorstand und sportliche Leitung sind, trotz einiger schmerzlicher Abgänge bemüht, auch in der Landesliga West ein Team zu stellen, mit dem der neue Chef-Coach Gerald Reisegger eine gewichtiges Wort mitreden kann.

Diverse Statistiken zur Saison findet ihr auf der OÖFV-Site (anklicken)!!!

#forzafca

(Dietmar Entholzer)