Rückblick Herbst 2017

Wohl auch die größten Optimisten waren überzeugt, dass es für den FC Daxl Andorf als Aufsteiger in die OÖ Liga eine schwere Saison werden würde. Dass die Hinrunde letztlich mit der Roten Laterne endete, ist leider unter vielen Faktoren wohl vor allem dem Verletzungspech, aber auch einer Reihe von individuellen Fehler sowohl in Offensive aber vor allem in der Defensive zu verdanken.


RückblH17.png-FC DAXL Andorf

Mit dem Sieg im heurigen Innviertler Cup, beim dem auch viele Spieler aus dem KM Youngsters-Kader einen gehörigen Anteil trugen, konnte der FCA mit breiter Brust in die Saison starten.

Leider gab es aber bereits zum Auftakt im Heimspiel gegen den SV Gmundner Milch einen Dämpfer, als man den Gästen aus dem Salzkammergut mit 1:4 unterlag, wobei schon damals ein wesentlich besseres Ergebnis möglich gewesen wäre. Die routinierteren Gmundner nutzten jeden kleinen Fehler der Straif-Elf beinhart aus, waren unheimlich effizient und gleichzeitig vergab der FC Andorf seine Chancen fahrlässig. Probleme, die sich über die gesamte Herbstsaison ziehen sollten. Auch im zweiten Saisonspiel hielt man gegen Union Edelweiss Linz über weite Strecken mit, war lange ebenbürtig, doch ein Fehler reichte, um auch diese Heimpartie mit 0:1 zu verlieren. Beim folgenden 1:3 in Micheldorf war man gegen einen körperlich überlegenen Gegner eigentlich chancenlos.

Im dritten Heimspiel konnte man auch gegen den Ligakrösus und Titelfavoriten ASKÖ Oedt gut mithalten, aber die Startruppe nutzte ihre Chancen konsequent, während der FCA auch die besten Möglichkeiten liegen ließ und so auch verdient mit 1:4 eine weitere Niederlage einstecken musste. Beim Gastspiel in Grieskirchen bot man gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner eine schwache Vorstellung und musste beim 0:2 die fünfte Pleite in Folge hinnehmen.

Doch in der 6.Runde war es dann so weit, endlich nutzte man seine Chancen, feierte gegen Mitaufsteiger ASK St. Valentin einen verdienten 3:1-Heimsieg und konnte die ersten Punkte in der neuen Saison einfahren. Im folgenden Auswärtsspiel bei Titelkandidat WSC Hertha bot man lange eine tolle Leistung, konnte aber eine zwischenzeitliche 2:1-Führung nicht über die Zeit bringen und kassierte durch einen Doppelschlag kurz vor Schluss noch eine ganz bittere 2:3-Niederlage. Doch unser Team hatte Selbstvertrauen getankt und gewann das Heimspiel gegen die Spitzenmannschaft aus Wallern sensationell und hochverdient mit 2:0!

Mit dem,  aufgrund einer Menge vergebener Chancen viel zu hohen 0:3 bei den mit zahlreichen Profis verstärkten Jungen Wikingern aus Ried begann leider wieder eine Negativspirale. Das folgende Heimspiel gegen ASKÖ Donau Linz wurde trotz 2:1-Führung aufgrund mehrerer Defensivpatzer und dem Auslassen einiger Sitzer noch mit 2:3 verloren. Leider setzte sich diese Serie dann auch, in den so wichtigen Heimspielen gegen die direkten Konkurrenten aus Weisskirchen (1:2) und Perg (0:1) fort. Beide Spiele wurden leichtfertig verloren, schlimme Fehler gepaart mit vergebenen Torchancen führten zu schmerzhaften Niederlagen, die weder verdient noch notwendig waren.

Dann hoffte man, dass mit dem durch das späte Goldtor von Sebastian Witzeneder erkämpften und viel umjubelten 1:0-Heimerfolg gegen den ASV St.Marienkirchen/Polsenz ein Befreiungsschlag gelungen wäre. Leider ein Trugschluß, denn mit dem ernüchternden und enttäuschenden 0:7 beim FC Wels folgte der absolute Tiefpunkt der Hinrunde. Auch wenn man seit Wochen ersatzgeschwächt und mit einigen angeschlagenen, keineswegs fitten Spielern auflaufen muss, darf man sich nicht so präsentieren.

Zum Abschluss dieser anstrengenden Herbstserie ging es noch zum Nachtragsspiel nach Bad Ischl, wo sich der FC Andorf für die herbe Niederlage in Wels rehabilitieren wollte. Die Vorzeichen waren aufgrund der Ausfälle vieler Stammkräfte düster und so musste man sich auch im Salzkammergut klar mit 1:5 geschlagen geben.

Ein Resümee zu dieser Hinrunde zu ziehen, fällt gar nicht so leicht, gab es doch viele herbe Rückschläge zu verkraften. Neben dem Verletzungspech und dem oft wochenlangen Ausfall vieler Stammkräfte war besonders auffällig, dass die letzte Saison noch so stabile Defensive heuer viel zu oft durch Nachlässigkeiten und individuelle Fehler Spiele zu Ungunsten des FCA entschieden hat. Wobei hier nicht nur die Abwehrformation, die selten in ihrer Stammbesetzung auflaufen konnte, sondern sich die gesamte Mannschaft hinterfragen muss. Positiv waren neben dem wirklich guten Publikumszuspruch auch so manche Vorstellung des Teams, wo sich gezeigt hat, dass man durchaus mit den meisten Vereinen mithalten könnte.

Auch eine Überraschung waren die Leistungen des jungen Jacob Manetsgruber, der einige tadellose Spiele gezeigt hat und vor allem durch seinen Mut und Selbstvertrauen überzeugt hat. Bei den meisten anderen Kaderspielern wechselten leider Licht und Schatten zu häufig, wozu sicherlich auch viele kleinere und größere Blessuren ihren Beitrag geleistet haben. Ein Vorbild an Einsatz und Willenskraft waren aber fast immer, wenn sie zum Einsatz kamen, Stürmer Sebastian Witzeneder und Verteidiger Christoph Haslinger. Aber Einzelkritik ist fehl am Platz, denn der FC Daxl Andorf kann den Klassenerhalt nur schaffen, wenn alle im Verein an einem Strang ziehen und das große Ziel mit ganzer Kraft anstreben.

F.d.I.v.:   Dietmar Entholzer

 

​Ein besonderer Dank gilt jedenfalls dem treuen Andorfer Publikum, das vor allem auch auswärts immer zahlreich hinter der Mannschaft steht und dem FCA den tollen dritten Platz in der Besucherstatistik beschert hat! Herzlichen Dank auch an Felix "Pepi" Karl, der sich wieder die Mühe gemacht hat und diese Statistik ausgewertet und erstellt hat!